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Im Rahmen einer Übungssprengung wurde am Mittwoch der Aussichtsturm am
Lichterkopf gesprengt. Der Turm wurde am30. Mai 1981 von der 2. und 5.
Kompanie des Pionierbataillon 5 an die Städte Lahnstein und Koblenz
übergeben. Lange Jahre war er für die Wanderer und Spaziergänger ein
sehenswertes Ziel. Aber auch an solchen Landmarken nagt der Zahn der Zeit.
Zum Schluss musste der Turm aus Sicherheitsgründen im Juli 2008 gesperrt
werden. Da der Stadt Lahnstein es an Geld fehlte, konnte der Turm nicht
saniert werden.
So wurde von der Stadt beschlossen, den Turm niederlegen zu lassen. Die
Stadt fragte beim THW Lahnstein an, ob das THW den Turm sprengen könnte.
Nach einer Besichtigung vor Ort sagte das THW seine Unterstützung zu. Im THW
Andernach ist eine Sprenggruppe die solche Arbeiten ausführen kann. Zusammen
mit dem THW Andernach machte sich das THW Lahnstein an die Planung und
berechnete die Notwendigen Mengen an Sprengstoff und die Platzierungen der
Bohrungen. Wie üblich werden Sprengungen nicht vorher angekündigt. In
einem unübersichtlichen Gelände, wie auf dem Lichterkopf, wäre der Aufwand
sonst zu groß, um den sicheren Bereich herzustellen. Am späten Nachmittag
wurden die Hauptpfeiler angebohrt und mit der exakt benötigten Menge an
Sprengstoff geladen. In Fallrichtung werden die Zünder eingesetzt, die
zeitlich zuerst ausgelöst werden. Die hinteren werden mit Zündern
ausgerüstet, die später kommen. Nach dem ein 300 Meter großer
Sicherheitskreis hergestellt wurde, zündete der Andernacher
Sprengberechtigte die Ladungen und mit einem vorher festgelegtem Ablauf. Der
Rest besorgte wie bei allen Sprengungen die Schwerkraft und die
Berechnungen. Der Turm fiel präzise in die vorgegebene Richtung. Nach der
Sprengung wurde das Gelände nochmals überprüft und anschließend alle
Materialien wieder verlastet, denn der nächste Einsatz steht immer vor der
Tür. (Fotos: Stephanie Ems)
Bericht in der Rhein-Lahn-Zeitung vom 15.04.2010
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